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Mode & Styling

Schleier

(Bridal Veil)

Der Brautschleier ist eines der traditionsreichsten Accessoires der Hochzeit und verleiht dem Brautlook seine unverwechselbare Romantik.

Der Brautschleier – Tradition trifft Moderne

Der Schleier gehört zu den ältesten Hochzeitsaccessoires überhaupt. In der Antike sollte er die Braut vor bösen Geistern schützen, im Mittelalter symbolisierte er Keuschheit und Reinheit. Heute ist er vor allem ein Stilmittel, das den Brautlook vollendet und für unvergessliche Fotos sorgt.

Längen & Typen

  • Ellenbogenlanger Schleier (Elbow Length): Reicht bis zu den Ellbogen – dezent und vielseitig, ideal für kürzere Kleider.
  • Knielhanger (Fingertip): Reicht bis zu den Fingerspitzen – der beliebteste Kompromiss zwischen Dramaturgie und Handlichkeit.
  • Kapellenschleier (Chapel): Reicht ca. 2,5–3 Meter hinter die Braut – wunderschöner Abgang, aber schwer zu handhaben.
  • Kathedralen-Schleier (Cathedral): Bis zu 4,5 Meter lang – maximale Dramaturgie, für große Kirchen und Schlosslocations.
  • Blusher: Kurzer Schleier, der das Gesicht bedeckt – wird beim Altar gelüftet, sehr romantisch.
  • Mantilla: Spanischer Spitzenschleier ohne Kamm, wird direkt auf dem Kopf getragen.

Befestigung & Materialien

Schleier werden mit Kämmen, Haarnadeln oder Haarspangen befestigt. Das Material reicht von einfachem Tüll über Seidenchiffon bis hin zu aufwendiger Spitze. Ein guter Friseur befestigt den Schleier so, dass er den gesamten Tag hält – ein Probelauf beim Friseurtermin ist daher empfehlenswert.

Mit oder ohne Schleier?

Immer mehr Bräute verzichten ganz auf den Schleier und wählen stattdessen Haarreifen, frische Blumen im Haar, eine aufwendige Hochsteckfrisur oder einen Hut. Wichtig ist, dass das Accessoire zur Gesamtpersönlichkeit der Braut passt. Der Schleier sollte den Look ergänzen, nicht dominieren.

Schleier entfernen – wann und wie?

Viele Bräute tragen den Schleier nur bis zum Hochzeitsmahl und legen ihn dann ab. Das ist praktisch, da lange Schleier beim Sitzen und Tanzen schnell im Weg sind. Der Moment des Ablegens kann auch als kleines Ritual inszeniert werden – der Bräutigam oder die Trauzeugin übernimmt diese Aufgabe gerne feierlich.

Praktische Tipps

  • 1.Teste den Schleier mit deiner geplanten Frisur – manche Schleier harmonieren besser mit Hochstecken, andere mit offenem Haar.
  • 2.Ein kurzer Schleier ist praktischer für Outdoor-Hochzeiten, da er weniger anfällig für Wind ist.
  • 3.Stimme die Länge des Schleiers auf die Schleppe deines Kleides ab.
  • 4.Kaufe Schleier und Kleid im selben Atelier, um Farbtöne exakt aufeinander abstimmen zu können.